Podium Junge Künstler 2014
Junge musikalische Talente musizierten auf Schloss Henfenfeld beim Benefizkonzert für den Förderverein.
Junge musikalische Talente musizierten auf Schloss Henfenfeld
Früh übt, wer ein Meister werden will
In einer „Gemeinschaftsproduktion“ gaben junge Musiker ein Konzert auf Schloss Henfenfeld. Zu Gunsten des Fördervereins zur Unterstützung musikalischer Jugendlicher und der Opernakademie fand nun zum fünften Mal ein Benefizkonzert statt.
Die Leiterin der Opernakademie, Denette Whitter brachte es in ihrer Begrüßung auf den Punkt: „Wenn kein kultureller Nachwuchs gepflegt wird, gibt es diesen bald nicht mehr“. Die 1. Vorsitzende des Fördervereins stellte die jungen Musiker vor, die schon allesamt Preisträger von diversen Wettbewerben waren.
Mit Werken von Jean Sibelius und Jean-Baptist Bréval eröffneten die Geschwister Thao Lyn und Lanchi Le das Konzert. Die zwölfjährige Violinspielerin und ihre zehnjährige Schwester am Cello beeindruckten mit ihrem anmutigen Vortrag und einer erstaunlichen musikalischen Leistung.
Die zehnjährige Cosima Fischer von Mollard zeigte elegant, wie sie die 88 Tasten des Flügels beherrscht. Die vorgetragenen Stücke von Urmas Sisask, Dmitri Kabalewski und Baldassare Galuppi meisterte sie bravourös. Das Publikum würdigte die Leistung mit großem Beifall.
Aus Andrew Lloyd Webbers Requiem sangen Eva Schötz (12 Jahre) und Shareni Fragoso (14 Jahre) das berühmte „Pie Jesu“ in lateinischer Sprache. Mit feinem Sopran sorgten sie für eine feierliche Stimmung.
Am Flügel spielte die vierzehnjährige Laura Reicher Scarlattis Sonate in A-Dur K 113 und Chopins Nocturne Des-Dur, op. 27 Nr. 2. Das Publikum bekam hier eine musikalische Meisterleistung geboten, eine Akrobatik auf der Klaviatur.
Mystische Klänge hallten durch den Saal, als der 14-jährige Xuanjia Hua auf dem Flügel das Prelude aus „La Cathédrale engloutie“ von Claude Debussy spielte. Hohe Spielkunst zeigte er auch bei der Rhapsodie in g-moll von Johannes Brahms.
Die 13-jährigen Geschwister Hanna und Marika Brunner spezialisierten sich auf Violine und Cello. Zum Auftakt spielten sie souverän das schmeichelnde Duo C-Dur, Larghetto sostenuto-Rondo von Ludwig van Beethoven. Beim darauf folgenden „Valerie … wer sitzt muss rosten“, eine kleine Fantasie über das Frankenlied, gab es einen besonders interessierten Zuhörer. Der Komponist Volker Blumenthaler war selbst anwesend und sicher von der Leistung der Jugendlichen begeistert.
Musik zum Träumen spielte die 16-jährige Milena Müller auf dem Klavier. Bei Felix Mendelssohns „Rondo capriccioso op. 14“ bewies sie ihr hohes spielerisches Niveau.
Mit dem Präludium und der Fuge in g-moll aus dem „Wohltemperierten Klavier“ von Johann Sebastian Bach beeindruckte der 16-jährige Lukas Phan die zahlreichen Zuhörer. Die Barockmusik mit zahlreichen Trillern wurde bei seinem Vortrag zum Hörgenuss.
Was wäre ein Konzert ohne ein Mozartwerk. Der 18-jährige Julian Blumenthaler mit der Violine und Klavierbegleitung spielten aus dem Konzert A-Dur, KV 219 den ersten Satz „Allegro aperto“. Beim Violinspiel ließ der junge Spieler virtuos sein Instrument schluchzen und jauchzen.
Quasi „außer Konkurrenz“ zeigte die 23 Jahre alte Ylan Elisa Tran Vinh Klavierspiel in höchster Vollendung. Bei der „Vokalise“ von Rachmaninow und dem Scherzo op. 4 von Brahms zeigte sie voller Hingabe ihre Kunst.
Für ein fabelhaftes Konzert gab es für die Künstler tosenden Beifall, Blumen und Notengutscheine.
Johann Dechant / Foto: J. Dechant
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