Fv Musik

Podium Junge Künstler 2015

Zwölf Jugendliche zeigten ihr Können bei einem vielseitigen Konzert im Schloss Henfenfeld.

Zwölf Jugendliche zeigten ihr Können bei einem Konzert

Die „Stars von morgen“

Wenn sich im Roten Saal des Henfenfelder Schlosses eine stattliche Anzahl von Musikpädagogen einfindet, dann bei einem Konzert: Jugend musiziert. Über einen berstend gefüllten Saal freute sich nicht nur die Leiterin der Opernakademie, Denette Whitter, sondern auch Dagmar Groth, die Vorsitzende vom Förderverein zur Unterstützung musikalischer Jugendlicher.

Leider hatte die Grippewelle zugeschlagen, sodass ausgerechnet alle Sänger ausfielen. Ein Dutzend Jugendlicher bot ein abwechslungsreiches Konzert.

Gerade mal sieben Jahre alt ist Bill Xiang. Er musste sich schon gewaltig strecken, um die Ränder der Klaviatur zu erreichen. Ohne Notenblatt spielte er die „Humoreske“ von Tschedrin in beachtenswerter Weise.

Seit ihrem fünften Lebensjahr spielt Alma Keilhack auf der Violine. Nach einem Walzer von Glière bot die Achtjährige mit sauberem Spiel das Spinnradlied von Janschinov an. Das Drehen des Rades wurde dabei richtiggehend hörbar.

Die dreistimmige Sinfonia Nr. 15 h-moll von Johann Sebastian Bach brachte die elfjährige Sophie-Elisabeth Karl zu Gehör. Souverän und ohne Notenblatt meisterte sie am Klavier das anspruchsvolle Werk.

Bachs Präludium und Fuge in d-moll hatte sich der elfjährige Pianist Felix Tikhomirov ausgesucht. Dass er schon den 1. Platz beim Wettbewerb gewonnen hat, wurde bei seinem Spiel deutlich hörbar. Das Publikum honorierte seinen Vortrag mit großem Beifall.

Mit Vorliebe spielt sie bei Kammerkonzerten mit, im Schloss spielte Hanna Brunner (14 Jahre) auf der Violine die „Legende“ op. 17 von Henryk Wieniawski. Mit elegantem Bogenstrich stellte sie die Dynamik des Werkes vorzüglich heraus.

Herrliche Barockmusik füllte den Saal als Lilli Bürkel (17 Jahre) und Ann-Kathrin Dürr (18 Jahre) auf ihren Querflöten die Triosonate G-Dur spielten. Die dezente Klavierbegleitung durch Dagmar Groth machte das Bach-Werk zu einem Klangerlebnis.

Für fulminante Klänge sorgte der 15-jährige Xuanjia Hua, als er auf dem Flügel Chopins Etüde op. 25 Nr. in 10 h-moll erklingen ließ. Das Publikum zeigte sich begeistert über den virtuosen Vortrag mit einem sehr hohen Schwierigkeitsgrad.

Variationen über ein russisches Volkslied von Michail Glinka präsentierte die Pianistin Marie Übelacker (18 Jahre). Sie zeigte die hohe Kunst des Klavierspiels mit zahlreichen Übergriffen, spielte präzise Triller und rasante Läufe. Für ihren vollendeten Vortrag erhielt sie viel Beifall.

Ein typisch russisches Meisterwerk bot der Klaviervirtuose Fabian Birkmann (19 Jahre) an. Aus Sergei Rachmaninows 2. Sonate in b-moll spielte er das Allegro agitato. Die wuchtigen Klänge ließen den Saal beben. Auch hier gab es tosenden Applaus.

Für zartere Klänge sorgte Sophia Maiwald (18 Jahre) als sie aus Bachs Partita d-moll die Sarabande und Gigue präsentierte. Das barocke Werk mit den typischen Schnörkeleien wurde von ihr mit großer Leidenschaft dargeboten.

Zum Finale gab es noch einen Vortrag mit der Querflöte: Julia Bauer hatte sich Werke von Carl Stamitz und Paul Taffanel ausgesucht. Die 17-jährige Preisträgerin von „Jugend musiziert“ zeigte bei ihrem vorzüglichen Auftritt geschmeidiges und auch kraftvolles Spiel.

Zum Abschluss erhielten alle Akteure Blumen und Gutscheine.

Akteure Jugend musiziert 2015

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